«Mehr Geld, mehr Wohlstand?»

Geld und Macht I: Eigentum

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Eine Zahnbürste wird man lieber für sich alleine haben und nicht auch anderen überlassen wollen. Das ist eine Art von Eigentum. Der Boden, auf dem wächst, was mehr als einen satt machen kann, ist, wenn er zu Eigentum wird, eine andere Art. Oder sollte es wenigstens sein.

Caesar über die Germanen

Caesar berichtet von den Germanen Folgendes: Niemand hat bei ihnen ein bestimmtes Stück Ackerland oder eigenen Grund. Sondern die Anführer und Leute, die dafür eingesetzt sind, weisen den Geschlechtern und ihren Sippen sowie denen, die sich für die Feldbestellung zusammentun, jeweils für ein Jahr Land zu, wieviel und wo es ihnen gut scheint, und zwingen sie im Jahr darauf, ein anderes Stück Land zu übernehmen. Dafür führen sie viele Gründe an: Unter anderem damit sie nicht versuchen ausgedehnten Grund zu erwerben und die Mächtigeren nicht die Schwächeren von ihren Besitzungen vertreiben.

John Steinbeck über die Neuzeit

John Steinbeck berichtet aus seiner Gegenwart dies: Die Leute kamen meilenweit, um sich die Früchte zu holen, aber das darf natürlich nicht sein. Wie würden sie denn Orangen […] kaufen, wenn sie bloß herauszufahren und sie aufzulesen brauchten? Und Männer mit Schläuchen spritzen Petroleum auf die Orangen und sind wütend über das Verbrechen, wütend über die Leute, die gekommen sind, um sich Orangen zu holen. Eine Million Hungernde, die Obst brauchen – und über die goldenen Berge wird Petroleum gespritzt. Und der Geruch der Fäulnis erfüllt das Land. Sie verbrennen Kaffee als Feuerung in den Schiffen. Sie verbrennen Korn zur Heizung, denn es gibt ein gutes Feuer. Sie werfen Kartoffeln in die Flüsse und stellen an den Ufern Wachen auf, damit die hungrigen Leute sie nicht herausfischen können. Sie schlachten die Schweine und graben sie ein und lassen sie verfaulen und den Saft in die Erde sickern.

Frage: Eine dieser beiden Arten von Eigentum ergibt sich aus dem heutigen Geld – welche?