«Abschaffung des Bargeldes»

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Fazit aus eigener Erfahrung am Finanzmarkt

Hallo! Ich heisse Steven Bates, und ich bin CEO der Firma QLAB Invest.

Vor 18 Jahren beendete ich meine akademische Karriere als Physiker und nahm eine Stelle als Trader bei der Merril Lynch an.

Die meisten Leute hätten mich damals als «clever» bezeichnet. Ich hatte einen Doktortitel, ich wusste, wie man die Preise für Finanzdirivate ermittelte, und ich verdiente Geld für die Bank. Meine eigenen Ersparnisse nahmen auch zu, also beschloss ich, am Aktienmarkt zu investieren. Damals, Ende der 90er-Jahre, entwickelten sich amerikanische Aktien recht gut, und vor allem die Anteile an Technologiefirmen wuchsen sehr schnell. Es war sogar so, dass unsere Aktienanalysten deutliche Kaufempfehlungen für sie aussprachen und mit hohen Gewinnen rechneten.  Also kaufte ich. Aus welchem Grund? War es das disziplinierte analytische Denken, das mir an der Universität so sehr zustatten gekommen war? Nein. Das war es nicht. Der Grund war ein reines Bauchgefühl, das von Gier und Selbstüberschätzung angetrieben wurde – zwei klassischen negativen psychologischen Grundfaktoren.

Zuerst nahm der Wert der Aktien zu, und ich fühlte mich gut. Dann, gegen Ende des Jahres 2000, begannen die Preise zu fallen. Aber ich konnte immer noch einen Gewinn verbuchen. Die Preise fielen noch weiter, und auf dem Papier hatte ich einen kleinen Verlust gemacht. Ich wollte aber nicht mit Verlust verkaufen, deshalb hielt ich die Aktien. In diesem Fall wirkte sich die falsche Werteinschätzung aus, die mich glauben liess, der wahre Wert der Aktien sei höher, als er das tatsächlich war. Ausserdem war ich noch in eine weitere psychologische Falle getappt: Ich hatte meine Gewinnerwartung auf den Aussagen der Analysten begründet. Ich konnte nicht akzeptieren, dass sie oder ich selbst falsch liegen könnten. Als sich meine Buchverluste auf etwa 30% beliefen, fiel ich in Panik und verkaufte alles. Die Märkte ginen noch etwa ein Jahr lang weiter nach unten, also hatte ich wenigstens nicht noch mehr verloren. Als sie sich aber wieder zu erholen begannen, inverstierte ich nicht wieder, da meine Verlustangst zu hoch war. So verpasste ich einen Grossteil der Erholungsphase, was ich später bedauerte. Insgesamt war das alles recht emotional. Zudem hatte ich den Glauben daran verloren, clever zu sein.

Die Geschichte, die ich Ihnen gerade erzählt habe, ist wortwörtlich wahr. Und sie ist nicht einzigartig. Wir werden alle von diesen psychologischen Faktoren in unserem Verhalten beeinflusst und neigen dazu, uns auf Bauchgefühle zu verlassen, die oft alles andere als rational sind. In diesem ersten Video, das zu einer kleinen Serie gehört, sehe ich mir diese Faktoren und ihre Auswirkungen auf unser Anlageverhalten und die Finanzmärkte etwas genauer an.

Da die meisten Menschen ihren Wohlstand mehren möchten – und wenn nur aus dem Grund, um die Inflation auszugleichen, müssen sie investieren. Allerdings birgt das Inverstieren auch gewisse Risiken. Diese Risiken können wiederum Anlass zu grosser Sorge sein.

Die grosse Rolle der Gefühle beim Investieren

Wenn ich überhaupt etwas bei der Arbeit an den Finanzmärkten gelernt habe, dann dies: Wenn es um Geld geht, sind auch immer Gefühle im Spiel. Zwar können wir nicht so leicht unsere Emotionen beeinflussen, aber mein Ziel ist es, die Sorgen aus dem Investionsgeschäft zu nehmen und den Investoren die Ruhe zu vermitteln, in angemessener Form am Markt zu agieren und auch während der auftretenden zyklischen Bewegungen weiter zu investieren.

Die Psychologie spielt eine grössere Rolle bei unserem Investitionsverhalten, als wir glauben mögen, wir sollten uns jetzt also der Ursache des Problems zuwenden.

Das menschliche Gehirn ist ein erstaunliches Organ, das sich über zahllose Generationen entwickelt hat und ganz grossartige Arbeit leistet, wenn es darum geht, uns am Leben zu erhalten. Allerdings ist die heutige Finanzwelt grundlegend anders als die natürliche Welt, in der wir leben, und unser Gehirn ist nicht sehr gut daran angepasst, auch unser finanzielles Überleben zu sichern. Die intuitiven Mechanismen des Gehirns führen zu Verzerrungen und Emotionen, die sich negativ auf unsere Entscheidungsprozesse auswirken können. Die instinktiven Gier- und Angstreaktionen des Gehirns führen an den Finanzmärkten zu einer wahrnehmbaren Dynamik, die sich als Zyklen, Blasen, Kursstürze und Eigendynamiken manifestieren. Solche Bewegungen entstehen durch die Kauf- und Verkaufsentscheidungen von unzähligen Individuen, Privatmenschen und professionellen Inverstoren, Menschen wie Sie und ich. Zwar denken viele Menschen, dass sie rational handelten und einer disziplinierten Investitionsstrategie folgten, tatsächlich haben jedoch Untersuchungen gezeigt, dass sie sich oft nicht einmal der emotionalen Faktoren bewusst sind, die ihre Entscheidungsprozesse beeinflussen.

Was hat die Wissenschaft noch weiteres zu diesen Phänomenen zu sagen? Nun, es stellt sich heraus, dass die Finanzmärkte keineswegs zufällige Bewegungen ausführen, sondern durch Ursachen und Wirkungen beeinflusst werden. Mit anderen Worten: Eines führt immer zum anderen.

Das Ergebnis sind relativ ruhige Zeiten an den Finanzmärkten, die unterbrochen werden von Perioden, in denen es zu vermehrter Aktivität und schnelleren Bewegungen kommt. Bei Erdbeben gibt es ähnliche Phänomene. Das heisst jedoch nicht, dass die Bewegungen sich im Vorhinein sicher vorhersagen lassen. Es gibt jedoch konstante Eigenschaften, die man sich zu Nutze machen kann.

Zum Beispiel ist es an den Finanzmärkten (wie bei Erdbeben) nach einem Schock, bei dem das Risiko ansteigt, meist so, dass das Risiko auch in den folgenden Tagen und Wochen dazu neigt, hoch zu bleiben. Dies ist die sogenannte Autokorrelation des Risikos. Dieser Effekt entsteht, weil ein Investor nach dem anderen auf ähnliche Weise auf Nachrichten oder Marktbewegungen reagiert. Das hohe Risiko bleibt eine Weile bestehen und geht dann allmählich wieder auf ein normaleres Niveau zurück.

Wenn die Märkte sich relativ glatt in eine Richtung – nach oben oder nach unten – entwickeln, dann besteht die Wahrscheinlichkeit, dass diese Bewegung zumindest kurzfristig anhält. Man nennt dies den Momentumeffekt. Zurückzuführen ist er darauf, dass ein Anleger nach dem anderen der gleichen Idee oder dem gleichen Trend folgt. Es ist also ein klassisches Herdenverhalten. Bei Aufwärtstrends ist es wie bei einer Rinderherde, die in aller Ruhe die Weide verlässt, um zum Melken zu gehen: Die Tiere gehen nicht alle gleichzeitig durch das Tor im Gatter. So können sich auch diese Trends für lange Zeit halten. 

Allerdings reagieren Investoren bei negativen Trends doch meist etwas schneller, und die Bewegungen nach unten sind rascher.Am schlimmsten wird es, wenn es zu einer Panik und in deren Folge zu einem Börsenkrach kommt. 

Die Statistik erlaubt es uns, diese Muster aus Risikoveränderungen, stetigen Trends und Kursstürzen wissenschaftlich zu studieren. Dabei stellt sich heraus, dass man über kurze Zeiträume das Risikoniveau und die Richtung stetiger Trends bis zu einem gewissen Grad vorhersagen und deshalb für einen disziplinierten Anlageprozess nutzen kann. Ein Börsenkrach ist oft unerwartet, deshalb ist es immer notwendig, ein robustes und unabhängiges Risikomanagement zu betreiben.

Der Schlüssel liegt jedoch darin, nicht in die gleichen psychologischen Fallen zu stolpern wie alle anderen. Wenn ich also von einem disziplinierten Prozess spreche, dann muss diese Disziplin auch gewährleistet sein. Diese Art von Anlageverhalten wird systematisches Investieren genannt. Im nächsten Video zeige ich Ihnen, wie es in der Praxis funktioniert.

Für jetzt hoffe ich, dass Ihnen ebenso klar geworden ist wie mir, dass wir beim Investieren oft unsere eigenen grössten Feinde sind.  Beim Umgang mit Investitionen kann man zwar nie vollkommen emotionslos bleiben, aber es ist durchaus möglich, viele der Sorgen zu vermeiden. Ich hoffe, Sie begleiten mich durch das zweite Video, in dem ich zeige, wie dies zu machen ist.

Durch systematisches Investieren Sorgen und Risiko vermindern

Die Statistik erlaubt es uns, diese Muster aus Risikoveränderungen, stetigen Trends und Kursstürzen wissenschaftlich zu studieren. Dabei stellt sich heraus, dass man über kurze Zeiträume das Risikoniveau und die Richtung stetiger Trends bis zu einem gewissen Grad vorhersagen und deshalb für einen disziplinierten Anlageprozess nutzen kann. Ein Börsenkrach ist oft unerwartet, deshalb ist es immer notwendig, ein robustes und unabhängiges Risikomanagement zu betreiben.

Der Schlüssel liegt jedoch darin, nicht in die gleichen psychologischen Fallen zu stolpern wie alle anderen. Wenn ich also von einem disziplinierten Prozess spreche, dann muss diese Disziplin auch gewährleistet sein. Diese Art von Anlageverhalten wird systematisches Investieren genannt. Im nächsten Video zeige ich Ihnen, wie es in der Praxis funktioniert.

Für jetzt hoffe ich, dass Ihnen ebenso klar geworden ist wie mir, dass wir beim Investieren oft unsere eigenen grössten Feinde sind.  Beim Umgang mit Investitionen kann man zwar nie vollkommen emotionslos bleiben, aber es ist durchaus möglich, viele der Sorgen zu vermeiden. Ich hoffe, Sie begleiten mich durch das zweite Video, in dem ich zeige, wie dies zu machen ist.