«Abschaffung des Bargeldes»

Mode auf Münzen I: Bärte

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Aureus, geprägt unter dem römischen Kaiser Hadrian, Rom, 128 n. Chr.

Von Carol Schwyzer, © MoneyMuseum


«Bart macht sympathisch», sagen die einen. «Wer einen Bart trägt, hat etwas zu verstecken», meinen die andern. Wieder andere schwören «beim Barte des Propheten». Eines ist gewiss: Bartwuchs ist ein sichtbares Zeichen der Männlichkeit und Zeugungskraft, da er nach erfolgter Pubertät eintritt.
Im alten Rom weihten die jungen Männern die erste Rasur den Göttern, um deren Schutz für das Erwachsenenleben zu erlangen. Durch sein stetiges Nachwachsen wurde der Bart auch zum Symbol der Lebenskraft. Er dient aber auch als körperliches Signal, mit dem ein Mann seine Persönlichkeit und Stellung zum Ausdruck bringen kann. Ob gelockt, frei wachsend, gestutzt und gedreht oder glatt rasiert – jedenfalls ist das Tragen von Bärten bzw. die Rasur stets an die jeweilige Kultur und Epoche, an gesellschaftliche Verhältnisse und Modeströmungen gebunden. Das spiegeln auch die Porträts der Mächtigen auf ihrem Geld, wie diese Bildertour zeigt.

Mode auf Münzen