«Sprechende Münzen»

Römische Kaiserzeit, Elagabal für seine Mutter Julia Soaemias, Denar

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Römische Kaiserzeit, Elagabal für seine Mutter Julia Soaemias, Denar (obverse) Römische Kaiserzeit, Elagabal für seine Mutter Julia Soaemias, Denar (reverse)

Julia Soaemias war die Mutter Elagabals, der mit nur 14 Jahren Kaiser Roms wurde (218-222). Es ist überliefert, das sie ihren jungen Sohn bei seiner Regierungstätigkeit beriet und überhaupt mehr Einfluss auf die römische Politik ausübte, als einer Frau damals zustand. Nicht zuletzt deswegen wurde auch Julia Soaemias bei der Ermordung Elagabals im Jahr 222 aus dem Weg geräumt. Auf diesem Denar liess Elagabal seine Mutter verewigen. Unmittelbar nach seiner Thronbesteigung hatte er sie zur Augusta ernannt – eine Ernennung, die ihr eigentlich nach ihrem Tod die Unsterblichkeit hätte einbringen sollen. Doch nach der Ermordung der beiden verfiel ihr Andenken der Damnatio Memoriae: Bildnisse bzw. Statuen von Mutter und Sohn wurden zerstört und ihre Namen aus den Inschriften der Denkmäler gelöscht. Über die Münzen sind die Bildnisse der beiden trotzdem auf uns gekommen. Unser Denar zeigt eine jugendliche Julia Soaemias mit kunstvoller Frisur und reich drapiertem Kleid. Die Rückseite trägt Venus auf einem Thron, zu ihren Füssen Amor.

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