«Mehr Geld, mehr Wohlstand?»

Römische Republik, Denar

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Römische Republik, Denar (obverse) Römische Republik, Denar (reverse)

Dieser Denar wurde von Quintus Cassius Longinus geschlagen, einem Nachkommen jenes Lucius Cassius Longinus Ravilla, der im Jahr 113 in einem berühmten Prozess drei Vestalinnen wegen unsittlichen Benehmens zum Tod verurteilt hatte. Die Vorderseite zeigt Libertas, die Göttin und Personifikation der Freiheit; sie ist durch die Inschrift LIBERT hinter ihr identifizierbar. Auf der Rückseite ist der Vestatempel mit Symbolen des Rechtsprechung abgebildet: Der Richter sass auf dem kurulischen Stuhl, der innerhalb des Tempels steht. Daneben ist eine Urne, in die Stimmtafeln geworfen wurden. Die Tafel trägt ein A für «absolvo» (nicht schuldig) und ein C für «condemno» (schuldig). Die Vestalinnen, die im Tempel der Vesta lebten, waren die einzigen Priesterinnen im gesamten römischen religiösen System. Der Dienst als Vestalin garantierte den Frauen einen hohen Status, aber dafür waren sie während ihrer dreissigjährigen Dienstzeit zu absoluter Keuschheit verpflichtet. Die Strafe für unzüchtiges Benehmen war das Begraben bei lebendigem Leibe; genau das geschah mit den Vestalinnen Licinia, Marcia und Aemilia im Jahr 113 v. Chr.

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