«Publikationen zur Geldgeschichte»

Heiliges Römisches Reich, Fürstbistum Salzburg, Paris von Lodron, Taler 1631

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Heiliges Römisches Reich, Fürstbistum Salzburg, Paris von Lodron, Taler 1631 (obverse) Heiliges Römisches Reich, Fürstbistum Salzburg, Paris von Lodron, Taler 1631 (reverse)

Dieser Salzburger Taler entstand 1631, mitten im Dreissigjährigen Krieg (1618-1648). Damals liess Erzbischof Paris Lodron (1619-1654) seine Stadt «wie einen Igel» befestigen. Die Kosten für das gross angelegte Befestigungsbauwerk beliefen sich auf rund 600'000 Taler. Für die Bevölkerung brachten diese Ausgaben eine zunehmende Verarmung mit sich, denn seit Kriegsbeginn stiegen die Preise. Hatte man 1618 für einen Sack Korn noch 30 Taler bezahlt, so kostete er 1622 bereits 64 Taler. Und 1629 musste die Bevölkerung sogar «Heu, Stroh und Spreu verwenden, um ihren Hunger zu stillen». Der Taler zeigt auf der Vorderseite die Jungfrau Maria als Himmelskönigin mit ihrem Kind. Die Legende lautet «Unter deinen Schutz sind wir geflüchtet» – ein Motto, das der Erzbischof auch in die Tat umsetzte. Seiner Initiative und politischen Einsicht war es zu verdanken, dass Salzburg während des gesamten Krieges eine Insel des Friedens blieb. Die Rückseite zeigte Salzburgs Stadtheiligen Rupert mit einem Salzfass und einem Krummstab.

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