«Mehr Geld, mehr Wohlstand?»

Königreich England, Knut I., Penny

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Königreich England, Knut I., Penny (obverse) Königreich England, Knut I., Penny (reverse)

Um das Jahr 1000 hatte England bereits ein gut organisiertes Münzwesen. Die englischen Münzen waren von grosser Einheitlichkeit in Münzbild und Feingehalt, obwohl zeitweise mehrere Hundert Münzmeister in über 60 Münzstätten tätig waren. In regelmässigen Abständen – etwa alle sechs Jahre – wurden die umlaufenden Münzen verrufen, eingezogen und durch neue ersetzt. Als der dänische Königssohn Knut im Jahr 1016 König von England wurde (bis 1035), war er darauf bedacht, dieses ausgezeichnet funktionierende Münzwesen beizubehalten. Knut, der 1019 König von Dänemark und 1028 auch König von Norwegen wurde, war wesentlich an der Einführung des Geldwesens in Skandinavien beteiligt, denn die Tribute, die England an Dänemark zahlen musste, brachten grosse Mengen von englischen Münzen nach Nordeuropa. So übte das englische Münzwesen des 10. und 11. Jahrhunderts einen grossen Einfluss auf die Münzen des Kontinents aus.

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