«Mehr Geld, mehr Wohlstand?»

Kaiserreich China, Karl III. von Spanien, Real de a ocho (Peso) 1808 mit chinesischen Gegenstempeln

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Kaiserreich China, Karl III. von Spanien, Real de a ocho (Peso) 1808 mit chinesischen Gegenstempeln (obverse) Kaiserreich China, Karl III. von Spanien, Real de a ocho (Peso) 1808 mit chinesischen Gegenstempeln (reverse)

Eine Münze, zwei Nationen: Dieser Peso wurde 1808 in Potosí geprägt, der ergiebigsten aller spanischen Münzstätten Südamerikas. Als internationale Handelsmünze gelangte er bis nach China. Dort prägten ihm nicht weniger als zwölf verschiedene Silberprüfer ihren Stempel auf – was zeigt, wie rege die Münze im Reich der Mitte in Gebrauch war. Mit solchen Gegenstempeln garantierten die Herren, dass das Edelmetall des Fremdlings gut und die Münze als Zahlungsmittel zu akzeptieren sei. Welche Auswirkungen ihr Tun auf die Münzgeschichte Chinas haben würde, wussten die Silberprüfer allerdings nicht. Und doch waren die Gegenstempel der erste Schritt zur chinesischen Nationalwährung, dem Yuan. Denn der Yuan ist nichts anderes als die chinesische Interpretation des spanischen Pesos.

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