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«Tausch und Geld»

Archiv der Newsmeldungen

«Die Tyrannei des Geldes»

Die neue Publikation des Conzett Verlags

05.07.2012

«Ich stelle meine wachsende Abneigung gegen alles fest, was mit Finanzen, Investitionen, Buchhaltung und so weiter zu tun hat.» Hand auf's Herz: Denken das nicht viele von uns auch ab und an? Zum Beispiel, wenn wir über der Steuererklärung brüten oder die finanzielle «Grosswetterlage» betrachten, die uns bereits das vierte Jahr in Folge fast nur Gewitter, Sturm und Regen beschert ... Das Eingangszitat stammt allerdings nicht von einem Zeitgenossen. Aber es wurde von einem Landsmann geprägt – einem Westschweizer, um genau zu sein: Henri-Frédéric Amiel.

Der Genfer Literat, Philosoph und Professor – ein auch psychologisch und theologisch beschlagener Mann – lebte im 19. Jahrhundert. Und mehr als die Hälfte seines Lebens führte er Tagebuch. Im Lauf der Jahre ist daraus ein gigantisches Werk geworden, das «Journal intime». Dass es nach seinem Tod entdeckt wurde, ist ein Glücksfall, bietet es der Leserin, dem Leser doch einen intimen Blick auf die gesellschaftlichen und ökonomischen Verhältnisse einer der bewegtesten Epochen europäischer Geschichte.

Sich durch die gut 17'000 Seiten des Tagebuches zu arbeiten, dürfte aber nicht allen liegen. Gut, dass es «Vorleser» gibt, die einem den monumentalen Text in verdaulicherer Portion aufschliessen. Der Kultur- und Alltagshistoriker Hans Peter Treichler hat dies im Buch «Die Tyrannei des Geldes» getan. Es ist das gelungene Porträt eines wachen Geistes und seiner Zeit, die der unsrigen auf verblüffende Weise gleicht ...

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