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«a new way to look at money»

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«Was historische Karten uns erzählen»

Die neue Publikation des Conzett Verlags

06.06.2011

Alte geografische Karten können Quell für manchen Ärger sein. Beispielsweise, wenn man aufgrund einer alten Wanderkarte die Hütte zum Übernachten nicht findet oder – schlimmer noch – plötzlich in einen Abgrund blickt. Oder wenn man wegen einer veralteten Strassenkarte irgendwo in der Pampa landet. Wer Karten für Orientierungszwecke braucht, greift also mit Vorteil auf aktuelles Datenmaterial zurück.

Aus historischer Sicht hingegen wissen alte Karten Wertvolles zu erzählen: Sie zeugen vom Aufstieg und Niedergang von Reichen, sie dokumentieren politische, gesellschaftliche und kulturelle Gegebenheiten ihrer Zeit – und im Vergleich offenbaren sie manchen Wandel. Nichts veranschaulicht z. B. so gut wie eine Karte aus der Zeit, wie mächtig das Rom der Antike war, wie bedeutend Italien als mittelalterliche Handelsmacht oder wie gross das britische Empire im 18. Jahrhundert. Und nichts zeigt so augenfällig, wie sich die Machtverhältnisse und Grenzen innerhalb Europas verschoben haben wie ein vergleichender Blick auf europäische Karten aus verschiedenen Jahrhunderten. Kurz: Was das Familienalbum für die persönliche Biografie, das sind historische Karten für das Gedächtnis der Gesellschaft.

Das Buch «Was historische Karten uns erzählen» trägt diesem Umstand Rechnung: Hier nämlich finden sich sich zu einer Bildergeschichte aufgereiht, die durch bedeutende Phasen der abendländischen Geschichte führt. Als Kommentator tritt dabei der Historiker Gerhard Frick auf, der auch von Dingen berichtet, die in den Karten unsichtbar bleiben. Entstanden ist so ein schlanker kleiner Atlas zur Weltgeschichte, in welchem da und dort auch Geldgeschichtliches aufscheint.

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