Der Geldtyp Dagobert

Der Dagobert-Typ hat zwar viel Geld, sitzt jedoch darauf und gibt so gut wie nichts davon aus. Manchmal kann er auch grosszügig sein, wenn er sich an glückliche Momente seiner Jugend erinnert. Aber dann kommt die Angst zurück, alles zu verlieren, und er mutiert wieder zum Geizhals. Je grösser diese Angst ist, desto mehr hält er an seinem Geld fest.

Der Dagobert-Typ ist ein notorischer Schnäppchenjäger, der am liebsten bei Denner oder Aldi einkauft, grundsätzlich nur den ultimativen Billigflug bucht, das Internet stundenlang nach dem absolut günstigsten Angebot durchforstet und immer und überall leidenschaftlich um Rabatte kämpft. Das Wort "Trinkgeld" ist ihm völlig unbekannt. Es ist ihm ein Gräuel, sich von überflüssigen Gegenständen oder abgetragener Kleidung zu trennen.

Er weiss zwar viel über Geld und vermehrt es deshalb ständig durch raffinierte Manöver und Transaktionen. Doch das Leben, die Schönheit und die Fülle dieser Welt zu geniessen, ist ihm eher fremd. Er ist Menschen und Angeboten gegenüber misstrauisch und permanent von der Angst geplagt, Geld zu verlieren bzw. eine günstige Gelegenheit zu verpassen, seine gehorteten Schätze zu vermehren.

Grundsätzlich gelingt es ihm nicht, ein Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen herzustellen. Es fällt ihm schwer, Leistungen angemessen zu honorieren. All diese negativen Einstellungen zu Geld mindern nicht nur seine Freude an materiellen Gütern, sondern überschatten auch seine zwischenmenschlichen Beziehungen und seine Lebensqualität ganz allgemein.

(Die Aldi-Brüder sind dafür bekannt, dass sie grundsätzlich niemals einen Geschäftspartner zum Essen einladen, sich im Büro von mitgebrachten Butterbroten ernähren und Bleistifte mit einem Zusatz "verlängern", um diese dann auch wirklich bis zum letzten Zentimeter ausnutzen zu können.)


 

Der Geldtyp Charlie Brown

Der Charlie-Brown-Typ ist ein liebenswerter Loser. Er ist ein Mensch mit vielen Ansprüchen, die jedoch aus seiner Sicht im Wesentlichen von seinem Umfeld erfüllt werden müssen. Auch in punkto Geld: Der Staat, sein Arbeitgeber, die Versicherungen, seine Familie sind da, seine finanziellen Engpässe zu überbrücken, ihm einen Platz in der "grossen Welt" freizuschaufeln.

Er hat wenig Vertrauen, dass er dies aus eigener Kraft schaffen könnte. Geld ist für ihn schnöder Mammon, den er nicht wirklich schätzt. Sein mangelndes Selbstwertgefühl überspielt er mit schlauen Reden oder Vorwürfen an andere. Selbstkritik ist weniger seine Stärke.

Der Charlie-Brown-Typ hat ständig zu wenig Geld und ist grundsätzlich der Meinung, dass er weniger bekommt, als er verdient. Er ist davon überzeugt, dass seine Arbeit nie angemessen entlöhnt wird. Deshalb hat er gar keine Lust, sich für Geld anzustrengen. Denn warum sollte er sich für etwas abrackern, das ihm sowieso nicht genug einbringt?

Da sein Vertrauen in Bezug auf Geld und das, was er zu bieten hat, gering ist, würde er es auch nicht wagen, grössere Beträge anzulegen, selbst wenn er sie hätte. Er interessiert sich nicht für Finanzfragen, sondern findet das Thema eher lästig und spricht so gut wie nie positiv über Geld.

 

Der Geldtyp Macher

Der Macher-Typ pflegt einen souveränen Umgang mit Geld. Er wird nicht von der Angst getrieben, in Sachen Geld zu kurz zu kommen. Auch weiss er sich Informationen über Geld zu beschaffen und vertraut bei Bedarf professionellem Rat.

Dieser Geldtyp scheut sich auch nicht, über Geld zu sprechen und versteht es, ein angemessenes Honorar für seine Leistungen zu fordern. Er hat ein hohes Selbstwertgefühl, schätzt die eigene Leistungsfähigkeit hoch ein und achtet darauf, dass in geschäftlichen Partnerschaften Geben und Nehmen im Gleichgewicht bleiben.

Geld ist für den Macher-Typ nichts Negatives oder Verwerfliches. Es ist für ihn vielmehr ein Mittel, die Welt zu gestalten und aus Träumen Realitäten zu formen. Um seine Ideen und Ziele umsetzen zu können, investiert er auch leicht grosse Beträge
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Der Geldtyp Hans im Glück

Der Hans-im-Glück-Typ denkt über Geld wenig nach, weil es irgendwie immer vorhanden ist. Er meint deshalb, dass er es zum Glücklichsein nicht brauche. Er könnte jemand sein, der sich nur so lange einen Job sucht, wie er ihn braucht, um ein für ihn im Moment wichtiges Vorhaben zu realisieren. Er findet auch immer leicht eine Arbeit, weil er keine Angst hat, es könnte einmal nicht klappen.

Im extremeren Fall ist er so unbekümmert, dass er kaum Verantwortung übernimmt, sein Leben aus eigener Kraft zu finanzieren und zu gestalten. Wir finden hier Sprösslinge, die sich lange im "Hotel Mama" aufhalten, Menschen, die ihren eigenen Lebensunterhalt - aus welchen Gründen auch immer - nie selber bestreiten mussten. Wie hart das Geld, das dieser Geldtyp ständig ausgibt, möglicherweise verdient wurde, darüber macht er sich keine Gedanken.

Der Hans-im-Glück-Typ strebt eher keine Karriere an, es sei denn, sie fällt ihm zu. Er tut immer gerade das, was ihm im Moment sinnvoll oder reizvoll erscheint. Er hat grundsätzlich das Gefühl, immer genug Geld zu haben und sich keine Sorge darum machen zu müssen. Dementsprechend sind seine Angst, Geld zu verlieren, und sein Misstrauen anderen Menschen gegenüber gering.

Er ist in der Regel ein gern gesehener Zeitgenosse, der durchaus sehr hilfsbereit sein kann. Und er ist auch bereit, Leistungen für Freunde und gute Zwecke zu erbringen, für die er kein Honorar erzielt. Auf der anderen Seite fällt es ihm leicht, Geld anzunehmen, ohne grosse Vorleistungen dafür zu erbringen.

 

Der Geldtyp Normalo

Der Geldtyp Normalo kommt am häufigsten vor, weil er eine Mischung aus Charlie Brown, Dagobert, Hans im Glück und dem Macher ist. Sein Geldverständnis widerspricht sich häufig, ohne dass er sich dessen bewusst ist. Er hat zwar viele positive Aspekte in Bezug auf Geld verinnerlicht, aber eben auch die ungünstigen. Dadurch bremst er sich immer wieder selbst aus und kann sein (Geld-)Potenzial niemals wirklich ausschöpfen.

Dieser Umstand prägt auch das Antwortverhalten dieses Geldtyps im Test: Meist vermeidet er klare Stellungnahmen zu den gebotenen Aussagen und ist um Ausgewogenheit bemüht.