Münze (masse d'or) Philipp IV., König von Frankreich (der Schöne)

Papst Bonifatius VIII. (1294-1303), der die Münzverfälschungen Philipps des Schönen anprangerte, ist als einer der ersten Münzsammler des Hochmittelalters bekannt.

Einer der bekanntesten Sammler war der italienische Dichter Petrarca (1304-1374). Er interessierte sich hauptsächlich für die Münzen der Antike, die er besonders liebte. Bereits im 13. Jahrhundert besassen die Habsburger kleinere Münzsammlungen. Sie versuchten, eine vollständige Porträtgalerie aller Kaiser des Heiligen Römischen Reiches anzulegen, in die sie auch die römischen Porträtmünzen der Kaiser Roms mit einbezogen.

In einer Zeit wachsender Wissbegier gaben Münzen herrliche Beispiele von geschichtlichem Anschauungsmaterial ab. Deshalb gab es auch schon vor der Renaissance, die je nach Region in die Zeit zwischen 1450 und 1600 anzusetzen ist, erstaunlich umfangreiche Münzkabinette.

In der Renaissance waren in Italien vielerorts ausgezeichnete Antikensammlungen Bestandteil der prunkvollen Lebensführung an den Höfen der Päpste und Fürsten.

Berühmt waren die Kunstgegenstände, die der einflussreiche Cosimo de Medici (1389-1464) gesammelt hatte. Darunter befanden sich auch griechische und römische Münzen. Seine Söhne Pietro und Lorenzo il Magnifico (1448-1492) erweiterten diese kostbare Sammlung ganz erheblich.

Gussmedaille, C. v. Medici

1465 stellte man ein Verzeichnis dieser Sammlung auf. Danach befanden sich 100 Goldmünzen und 503 Silbermünzen im Münzkabinett.

In derselben Epoche legte Kaiser Maximilian I. (1493-1519) eine bedeutende Münzsammlung an. Ausgangspunkt war die von den Habsburger Kaisern gesammelten Porträtmünzen.