Die Münzgeschichte kennt eine Vielzahl von merkwürdigen Begriffen und Namen für Münzen. Angsttaler, Sterbetaler, Nachtschilling und Plack zum Beispiel. Oder wie den Glückstaler mit Fortuna hier links abgebildet.

Wer mehr wissen möchte, kann sich noch andere Namen und ihre Etymologie ansehen oder Redewendungen und Aussprüche kennenlernen, die auf alte Münznamen zurückgehen, oder er kann weitere kuriose Namen und ihre Bedeutung nachlesen.

Braunschweigischer Glückstaler

Sterbetaler Friedrich II. von Preußen 1786

Angsttaler

Dies ist die volkstümliche Bezeichnung für die Taler, die Grossherzog Friedrich Franz III. (1842-1883) von Mecklenburg-Schwerin im Jahre 1848 prägen liess. Er verzichtete in deren Umschrift auf die Buchstaben V.G.G., also "von Gottes Gnaden". Das Volk legte das so aus, dass in der damaligen revolutionären Stimmung der Grossherzog auf sein Gottesgnadentum auf den Münzen aus Angst vor dem Volk verzichtete. Man versuchte bis heute, diese Deutung zu widerlegen. Denn der Grossherzog hatte schon 1845 (seltene) Münzen ohne V.G.G. prägen lassen. Trotzdem hat sich die Bezeichnung Angsttaler bis zur Gegenwart erhalten.

Nachtschilling

Das erste 50-Groschen-Stück Österreichs aus dem Jahr 1934 wurde bald wieder aus dem Verkehr gezogen, weil er in der Dunkelheit beim Geldwechsel leicht mit dem Schilling verwechselt werden konnte. Daher stammt der Spottname Nachtschilling.

Plack (französ. plaque)

Unter Plack versteht man heutzutage einen unerwünschten Zahnbelag. In den niederländischen Städten Deventer, Campen, Zwolle und Groningen war der Plack vom bis 14. zum 17. Jh. jedoch eine Billonmünze.