«»

Die interessantesten bibliophilen Werke (Dr. Ursula Kampmann)

 zurück

  • Wo? MoneyMuseum, Hadlaubstrasse 106, Zürich
  • Wann? Siehe Terminliste
  • Wie viel? Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch nur auf Anmeldung möglich.
 
 
Jeder Teilnehmer oder Teilnehmerin (Limit 15, damit auch jeder dazu kommt, etwas beizutragen) erhält drei Arbeitsblätter, die jeweils bestehen aus:
  • Buchblätter (Titel + 1 Seite Einführung) 
  • 1-2 Seiten transkribierte, übersetzte oder kopierte Auswahltexte aus dem Buch zum Diskutieren
Anhand dieser Auswahlblätter können alle mitarbeiten. Gleichzeitig sollte jeder einmal so ein antiquarisches Buch in Händen halten, um darin zu blättern.

 

Folgende Themen können zur Sprache kommen:

 

Jede Zeit schreibt sich ihre eigene Geschichte.

  • Die frühen Schweizer Chroniken sind davon bestimmt, wer die Geschichte für wen verfasst hat. Die eigene Geschichte beim Stadtschreiber zum Ruhme der Stadt in Auftrag zu geben, ist Politik der Renaissance. Historische Chroniken werden mit heutigen Geschichtswerken verglichen. (Evt. mit der dreibändigen Zürcher Geschichte, die eine Art „offizielle“ Geschichte des Kantons ist.) Wir werden anhand dieser Beispiele diskutieren, ob und in wie weit unsere Geschichtsschreibung heute ein zutreffenderes Bild der Vergangenheit gibt.

 

Die Alltagsgeschichte der Menschen oder warum es sich lohnt, Illustrationen genau anzusehen

  • Die frühen Schweizer Chroniken liefern eine Fülle von Details, wie Menschen früher gelebt haben. Um aus ihnen mehr über das Leben unserer Vorfahren zu erfahren, muss man sie allerdings ernst nehmen und ganz genau hinsehen. Das genaue hinsehen und interpretieren, steht im Mittelpunkt dieses Workshops.

 

Das Bild vom Menschen

  • Johann Caspar Lavater steht im Mittelpunkt dieses Workshops. Ist seine Vorstellung, dass man den Charakter eines Menschen von seinem äußeren Erscheinungsbild ablesen könnte, wirklich so überholt? Als Vergleichs“objekt“ stelle ich mir eine moderne Illustrierte oder einen Modekatalog vor, in dem eigentlich inneres und äußeres Erscheinungsbild miteinander identifiziert werden.

 

Der Buchmarkt - Wie lebt man vom Verfassen von Büchern, wenn es kein Honorar und kein geistiges Urheberrecht gibt

  • Anhand des Erscheinungsbilds der Bücher wird darauf geschlossen, wie der Buchmarkt der Zeit des Humanismus funktionierte. Welche Rollen spielten die Gelehrten, die Humanisten, die Adligen, die Drucker und die Buchmärkte?

 

Identität und Krieg

  • Der Dienst an der Waffe war für lange Zeit unabdingbar mit den Bürgerrechten verbunden. Die Stadt erlebte sich als militärische Schicksalsgemeinschaft nicht nur in Kriegs-, sondern auch in Friedenszeiten, wenn Schanzen gebaut und Tore bemannt werden mussten. In wie  weit war das Individuum in den frühneuzeitlichen Krieg eingebunden, und warum spielte dieser Krieg so eine große Rolle im Selbstverständnis der Bürger?

 

Die große, weite Welt

  • Kaum jemand reiste in der frühen Neuzeit in die weit entfernten Gebiete, und trotzdem erweiterte sich die Weltsicht des gebildeten Bürgertums enorm. In wie weit spielten Bücher, Atlanten und Karten dabei eine Rolle? Und wie stellten sie die fremden Welten dar?

 

China und der Westen

  • China ist die andere große Macht, die viele Jahrhunderte lang die Kultur vieler Länder beeinflusste. Wie wurde diese Macht im Westen wahrgenommen? 

 

Tiere - Symbole, Wirtschaftsfaktor, Mitgeschöpfe

  • Das Tier hat in der Vergangenheit unendlich viele Rollen gespielt. In wie weit haben sich diese Rollen verändert? Was hat dazu geführt, dass sich die Rolle des Tiers so verändert hat?

 

Selbstdarstellung im Barock

  • Wie stellen sich Städte, Fürsten und Gebildete in Büchern und auf Bildern dar? Welche Rolle spielt die Architektur? Welche die Bildung? Wie können wir die fürstlichen Frontispize deuten?

 

Von der menschlichen Gesundheit

  • Wie erklärt man sich Krankheiten, wenn man kein Mikroskop besitzt und nichts von Mikroorganismen und Zellen weiß? Wie heilt man Krankheiten? Welches Bild vom Menschen verbindet sich damit?