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Geld und Macht

Geld ist Macht: Es ist Verfügungsmacht über die Arbeit anderer. Doch damit diese Macht in jedem Geldschein, jeder Münze und in jeder auf einem Konto geführten Zahl auch anerkannt wird, braucht es dahinter noch eine andere Macht: Staaten, die ihr Gewaltmonopol zur Garantie des Geldes einsetzen.

Eigentum

Eigentum bedeutet nicht grundsätzlich den Ausschluss der anderen. Es gibt einschliessende und ausschliessende Arten von Eigentum mit sehr unterschiedlichen Folgen für den Umgang der Menschen untereinander und mit der Natur. Unser Geld setzt ein Privateigentum voraus, das rigoros alle von allem ausschliesst, wofür sie kein Geld zahlen.

Verfügungsgewalt

Weltweit sind Menschen gezwungen, etwas zu verkaufen, um zu dem Geld zu kommen, das sie zum Leben brauchen. Was die meisten zu verkaufen haben, ist allein ihre Arbeitskraft und für sie wird nur gezahlt, sofern ihr Einsatz in der Produktion von Waren Gewinn abwirft. Mit dem Geld, das jemand für die so produzierten Waren zahlt, verfügt er also grundsätzlich über die Arbeit anderer.

Staat

Keine Münze, keine Banknote, keine Zahl auf einem Konto kann jemanden dazu zwingen, sie als Geld zu verwenden. Es sind die Staaten, von denen dieser Zwang ausgeht und aufrecht erhalten wird: Sie geben Geld als Währung aus und schreiben die Verwendung von Geld gesetzlich vor. Sie selbst alimentieren sich über Geld und hängen davon ab, dass möglichst viel davon in ihrer jeweiligen Währung erwirtschaftet wird.

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