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Parabeln über Geld

Diese Parabeln basieren auf der Zürcher Bibel, die auf Huldrych Zwingli und seinen Übersetzerkreis zurückgeht. Ab 1524 erschienen verschiedene Ausgaben der fortlaufenden Übersetzung, die schliesslich 1531 mit dem Druck der Deutschen Foliobibel, der sogenannten Froschauerbibel, ihren krönenden Abschluss fand. Auch in den folgenden Jahrhunderten wurde die Zürcher Übersetzung immer wieder revidiert. Wegen ihrer nüchternen, klaren Sprache und ihrer Nähe zum Urtext wurde sie zum Klassiker.

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Parabeln sind kurze Erzählungen, die eine philosophische Lektion vermitteln. Sie werden seit Jahrhunderten verwendet, um komplexe Konzepte und moralische Dilemmata in einfache, leicht verständliche Geschichten zu verpacken. Hier werden wir uns mit verschiedenen Parabeln auseinandersetzen, die sich mit dem Thema Geld beschäftigen.

Eine der bekanntesten Parabeln über Geld lautet: "Geld anvertrauen". Diese Geschichte handelt von einem reichen Mann, der drei seiner Dienern eine bestimmte Menge Geld anvertraut. Der erste Diener investierte das Geld und verdiente das 100-fache zurück. Der zweite Diener verdiente das 50-fache zurück. Der dritte Diener vergrub das Geld und gab es dem reichen Mann unverändert zurück. Der reiche Mann lobte die ersten beiden Diener, tadelte jedoch den dritten Diener für seine Untätigkeit.

Diese Parabel veranschaulicht, dass es nicht ausreicht, nur Geld zu besitzen. Vielmehr geht es darum, das Geld sinnvoll einzusetzen und das Beste aus der gegebenen Gelegenheit zu machen. Gleichzeitig zeigt die Geschichte auch auf, dass diejenigen, die erfolgreich mit ihrem Geld umgehen, belohnt werden.

Text: Zürcher Bibel

Video Umsetzung: MoneyMuseum Zürich

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Matthäus 25: Parabel vom anvertrauten Geld

  • Es handelt sich um eine biblische Parabel, in der ein Herr seinen Knechten vor seiner Abreise Geld anvertraut. Ein Knecht investiert das Geld erfolgreich und erhält Lob und Belohnung bei der Rückkehr des Herrn. Ein anderer Knecht macht ebenfalls Gewinn, aber nicht so viel wie der erste, und erhält ebenfalls Belohnung. Der dritte Knecht versteckt das Geld jedoch aus Angst vor Verlust und wird dafür bestraft. 
  • Die Moral der Geschichte lautet: "Denn jedem, der hat, wird gegeben werden, und er wird haben im Überfluss; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat." 

 

Matthäus 20: Parabel über Gerechtigkeit

  • Ein Gutsherr schickte Arbeiter in seinen Rebberg zur Arbeit für einen Denar pro Tag. Im Laufe des Tages schickte er mehr Arbeiter zu verschiedenen Zeiten. Am Ende des Tages erhielten alle Arbeiter den gleichen Tageslohn, unabhängig davon, wie viele Stunden sie gearbeitet hatten. Die Arbeiter, die den ganzen Tag gearbeitet hatten, beschwerten sich.
  • Der Gutsherr aber wies darauf hin, dass sie sich zuvor auf den Lohn geeinigt hatten und er das Recht hatte, großzügig zu sein. Hat er tatsächlich recht?

 

Markus 14: Parabel über Wert und Preis

  • Diese Parabel beschreibt das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern, seine Verhaftung im Garten Gethsemane und seine anschließende Verurteilung und Kreuzigung. Da kam eine Frau mit einem Alabastergefäß voll kostbarem Nardenöl, zerbrach es und goss es über Jesu Kopf aus. Einige der Anwesenden empörten sich darüber, dass das teure Öl verschwendet wurde und man es für den Verkauf nutzen könnte, um das Geld an Arme zu spenden. Jesus verteidigte die Frau und sagte, dass sie eine schöne Tat an ihm vollbracht habe. 
  • Jesus betont, dass es wichtig ist, die Handlungen anderer nicht zu kritisieren, ohne die Motivation dahinter zu verstehen. 

 

Markus 12: Parabel über die Gabe

  • Jesus beobachtete, wie die Menschen in die Schatzkammer Geld spendeten. Viele Reiche spendeten viel, aber eine arme Witwe, die nur zwei Lepta hatte, gab alles, was sie hatte, und Jesus sagte, dass sie mehr gegeben hatte als alle anderen, weil sie aus ihrer Armut heraus alles gab, was sie hatte. Die arme Witwe hat also aus ihrer Armut heraus ein größeres Opfer gebracht als die Reichen aus ihrem Überfluss.
  • Wir können uns fragen, ob wir wirklich bereit sind, einen Teil unseres eigenen Vermögens zu opfern, um anderen zu helfen, oder ob wir uns eher auf unseren eigenen Überfluss konzentrieren.

 

Markus 10: Parabel über Reichtum

  • Ein Mann fragte Jesus, wie er ewiges Leben erlangen könne, und Jesus antwortete, dass er die 10 Gebote kennen solle. Der Mann sagte, er habe sie befolgt, aber Jesus sagte, dass er seine Güter verkaufen und den Erlös den Armen geben solle, was der Mann ablehnte, und Jesus daraufhin sagte, dass es für einen Reichen schwer sei, in das Reich Gottes zu gelangen. 
  • Die Aussage soll verdeutlichen, dass es schwierig sein kann, sich von weltlichem Reichtum zu lösen. Verzicht auf Besitz und Statussymbole können tatsächlich eine wichtige Rolle spielen im Umgang mit Geld und Glück.

 

Lukas 12: Parabel vom Horten

  • Die Bedeutung dieser biblischen Geschichte ist, dass Jesus darauf hinweisen will, dass das Streben nach Reichtum und egoistisches Handeln nicht das Wichtigste im Leben sein sollte. Der Tod kann jederzeit kommen, und das materielle Vermögen, das wir im Leben angesammelt haben, wird uns dann nicht helfen. Stattdessen sollten wir uns auf Werte wie Liebe, Mitgefühl und Großzügigkeit konzentrieren. 
  • Horten ist an sich keine Sünde ist, aber die Gier und das Festhalten an materiellen Gütern auf Kosten anderer ist Sünde.

 

Lukas 08: Parabel vom Investieren

  • Die Parabel des Sämanns beschreibt, wie Menschen zum Beispiel mit finanziellen Veränderungen umgehen. Einige werden das Neue ablehnen und an alten Gewohnheiten und Denkweisen festhalten, andere werden das Neue annehmen, aber es nicht wirklich umsetzen oder davon profitieren können, während andere in der Lage sein werden, die neuen Möglichkeiten zu erkennen und zu nutzen, um ihr Leben finanziell zu bereichern. 

Text zu Matthäus 25

Es ist wie mit einem Mensch, der seine Knechte rief, bevor er ausser Landes ging und ihnen sein Vermögen anvertraute; und dem einem gab er fünf Talent, dem andern zwei, dem dritten eines, jedem nach seinem Fähigkeiten, und er ging ausser Landes. Sogleich machte sich der, der die fünf Talent erhalten hatte, auf, handelte damit und gewann fünf dazu, ebenso gewann der, der die zwei hatte, zwei dazu. Der aber, der das eine erhalten hatte, ging hin, grub ein Loch und verbarg das Geld seines Herrn.

Nach langer Zeit aber kommt der Herr jener Knechte und rechnet mit ihnen ab. Und der, der die fünf Talent erhalten hatte, trat vor und brachte fünf weitere Talent und sagt: Herr, fünf Talent hast du mir anvertraut; fünf Talent habe ich dazu gewonnen. Da sagte sein Herr zu ihm: Recht so, du bist ein guter und treuer Knecht! Über weniges warst du treu, über vieles will ich dich setzen; geh ein in die Freude deines Herrn! Da trat auch der mit den zwei Talent vor und sagte: Herr, zwei Talent hast du mir anvertraut; zwei Talent habe ich dazugewonnen. Da sagte sein Herr zu ihm: Recht so, du bist ein guter und treuer Knecht! Über weniges warst du treu, über vieles will ich dich setzen; geh ein in die Freude deines Herrn! Da kam auch der, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste von dir, das du ein harter Mensch bist. Du erntest, wo du nicht gesät hast, und du sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; und weil ich mich fürchtete, ging ich hin und verbarg dein Talent in der Erde; da hast du das Deine. Da antwortete ihm sein Herr: Du böser und fauler Knecht! Du hast gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und einsammle, wo ich nicht ausgestreut habe? Dann hättest du mein Geld den Wechslern bringen sollen, und ich hätte bei meiner Rückkehr das Meine mit Zinsen zurückerhalten. Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talent hat.

(Moral: „Denn jedem, der hat, wird gegeben werden, und er wird haben im Überfluss; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.”)

Text zu Matthäus 20

Ein Gutsherr hatte einen Rebberg und schickte Arbeiter früh morgens in den Rebberg zur Arbeit für einen Denar pro Tag. Um die dritte Stunde sah er andere ohne Arbeit auf dem Marktplatz und schickte sie ebenfalls für den üblichen Tageslohn zur Arbeit in seinen Rebberg. Nach der sechsten, neunten und elften Stunde ging er gleich vor. 
Am Abend ließ er die Arbeiter bezahlen. Alle, auch jene, die erst in der elften Stunde dazu gestossen waren, erhielten einen Denar. Als jene, die den ganzen Tag gearbeitet hatten, auch nur einen Denar erhielten, also gleich viel wie jene, die nur eine Stunde gearbeitet hatte, beschwerten sie sich beim Gutsherrn: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt, die wir die Last des Tages ertragen haben. Aber der Gutsherr sagte: Freund, tue ich dir Unrecht? Hast du dich nicht mit mir auf einen Denar geeinigt? Nimm, was dein ist und geht! Ich will aber diesen Letzten gleich viel geben wie dir. Darf ich mit meinem Geld nicht machen, was ich will? Also auch gütig sein?

Text zu Markus 14

Als Jesus in Bethanien war im Haus Simons, des Aussätzigen und bei Tisch sass, kam eine Frau mit einem Alabastergefäss voll echten, kostbaren Nardenöls; sie zerbrach das Gefäss und goss es ihm über das Haupt. 
Da wurden einige unwillig und sagten zueinander: Wozu geschah diese Verschwendung des Öls? Dieses Öl hätte man für mehr als dreihundert Denare verkaufen und den Erlös den Armen geben können. Und sie fuhren sie an. Jesus aber sprach: Lasst sie! Was bringt ihr sie in Verlegenheit? Sie hat eine schöne Tat an mir vollbracht. Arme habt ihr ja allezeit bei euch und könnt ihnen Gutes tun, sooft ihr wollt; mich aber habt ihr nicht allezeit.

Text zu Markus 12

Und Jesus setzte sich der Schatzkammer gegenüber und sah zu, wie die Leute Geld in den Opferstock warfen. Und viele Reiche warfen viel ein. Da kam eine arme Witwe und warf zwei Lepta ein. Und er rief seine Jünger zu sich und sagte zu ihnen: Diese arme Witwe hat mehr eingeworfen als alle, die etwas in den Opferstock eingeworfen haben. Denn alle haben aus ihrem Überfluss etwas eingeworfen; sie aber hat aus ihrem Mangel alles hergegeben, was sie hatte, ihren ganzen Lebensunterhalt.

Text zu Markus 10

Ein Mann kommt zu Jesus und fragt: Was muss ich tun, um ewiges Leben zu erben? 
Jesus antwortet: Du kennst die 10 Gebote. 
Der Mann sagte: Ich habe sie von Kind an befolgt.
Jesus blickte ihn an, gewann ihn lieb und sagte: Eines fehlt dir. Verkaufe, was Du hast und gib das Geld den Armen und komm mit mir. 
Der junge Mann war entsetzt über dieses Wort und ging traurig fort, denn er hatte viele Güter. 
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher ins Reich Gottes.

Text zu Lukas 12

Es sagte aber einer aus der Menge zu ihm: Meister, sag meinem Bruder, er solle das Erbe mit mir teilen. Er aber sagte zu ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler über euch gesetzt? 

Und er erzählte ihnen: Das Land eines reichen Mannes hatte gut getragen. Da dachte er bei sich: Was soll ich tun? Ich habe keinen Raum, wo ich meine Ernte lagern kann. Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und dort will ich all mein Getreide und meine Voräte lagern. Dann werde ich zu meiner Seele sagen können: Seele, du hast reichen Vorrat da liegen für viele Jahre. Ruh dich aus, iss, trink, sei fröhlich! Gott aber sagte zu ihm: Du Tor! Noch in dieser Nacht fordert man deine Seele von dir zurück. Was du aber zurückgelegt hast – wem wird es gehören?

Text zu Lukas 08

Der Sämann ging aus, seinen Samen zu säen. Und beim Säen fiel etliches auf den Weg und wurde zertreten und die Vögel des Himmel frassen es auf. Anderes fiel auf den Fels, ging auf und verdorrte, weil es keine Feuchtigkeit hatte. Anderes fiel mitten unter die Dornen; und mit ihm wuchsen die Dornen und erstickten es. Wieder anderes fiel auf guten Boden, ging auf und brachte hundertfach Frucht.

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Matthäus 25: Parabel vom anvertrauten Geld

  • Die Moral der Geschichte lautet: "Denn jedem, der hat, wird gegeben werden, und er wird haben im Überfluss; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat." Ist das richtig?
  • Diejenigen, die nichts haben oder ihre Gaben nicht nutzen, werden noch mehr verlieren. Wenn man seine Gaben nicht nutzt, um anderen zu helfen, kann man sie auch verlieren. Es geht hier um das Prinzip von "Nutzen oder Verlieren". Was bedeutet dies bezüglich Geld?


Matthäus 20: Parabel über Gerechtigkeit

  • Der Gutsherr weist darauf hin, dass sie sich zuvor auf den Lohn geeinigt hatten und er das Recht hatte, großzügig zu sein. Hat er tatsächlich recht?

Markus 14: Parabel über Wert und Preis
  • Jesus betont, dass es wichtig ist, die Handlungen anderer nicht zu kritisieren, ohne die Motivation dahinter zu verstehen.  Wie bezieht sich diese Aussage aufs Geld?

Markus 12: Parabel über die Gabe
  • Wir können uns fragen, ob wir wirklich bereit sind, einen Teil unseres eigenen Vermögens zu opfern, um anderen zu helfen, oder ob wir uns eher auf unseren eigenen Überfluss konzentrieren. Was sind Deine Gedanken dazu?

Markus 10: Parabel über Reichtum
  • Diese Parabel soll verdeutlichen, dass es schwierig sein kann, sich von weltlichem Reichtum zu lösen. Verzicht auf Besitz und Statussymbole können aber tatsächlich eine wichtige Rolle spielen im Umgang mit Geld und Glück. Was ist Deine Erfahrung dazu?
  • Warum bist Du (nicht) der Meinung, dass ein wohlhabender Mensch folgende Verantwortung hat?
    1. 1. Soziale Verantwortung: Die Unterstützung von wohltätigen Organisationen, gemeinnützigen Einrichtungen oder sozialen Projekten kann dazu beitragen, das Leben von Menschen in Not zu verbessern und einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.

      2. Umweltverantwortung: Die Berücksichtigung der Umweltauswirkungen Ihrer finanziellen Entscheidungen, wie zum Beispiel der Investition in umweltfreundliche Technologien oder der Unterstützung von Unternehmen, die nachhaltige Geschäftspraktiken fördern, kann dazu beitragen, die Umwelt für zukünftige Generationen zu schützen.

    2. 3. Wirtschaftliche Verantwortung: Indem Sie verantwortungsbewusste Entscheidungen in Bezug auf Ihre Investitionen und Ausgaben treffen, können Sie dazu beitragen, einen stabileren und gerechteren Wirtschaftsraum für alle zu schaffen.

 
Lukas 12: Parabel vom Horten
  • Horten ist an sich keine Sünde, aber die Gier und das Festhalten an materiellen Gütern auf Kosten anderer ist Sünde. Bist Du mit dieser Aussage einverstanden?
  • Beschreibe Beispiele für das Horten auf Kosten anderer. Stichworte: Ausbeutung von Arbeitskräften, Umweltverschmutzung, Landgrabbing, Steuerhinterziehung und Steueroasen, übermäßiger Konsum.

Lukas 08: Parabel vom Investieren
  • Die Parabel betont, dass die Einstellung und die Fähigkeiten, die Menschen in Bezug auf Finanzen haben, einen großen Einfluss darauf haben, wie gut sie finanziell abschneiden. Es ist wichtig, offen für Veränderungen zu sein und sich an neue Möglichkeiten anzupassen, um finanziell erfolgreich zu sein. Bist Du damit einverstanden? Warum nicht?
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