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Vereinigtes Königreich Grossbritannien, Elisabeth II., 1 Penny 1967

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Vereinigtes Königreich Grossbritannien, Elisabeth II., 1 Penny 1967 (obverse) Vereinigtes Königreich Grossbritannien, Elisabeth II., 1 Penny 1967 (reverse)

Nach alter Tradition verteilten die englischen Monarchinnen und Monarchen jeweils am Gründonnerstag, dem so genannten Maundy Thursday, Almosen an Arme. Der Ursprung dieser Tradition bezog sich auf die Fusswaschung: Jesus Christus soll seinen Jüngern als Lehrbeispiel für Demut die Füsse gewaschen haben. Diese Fusswaschung vollzogen die englischen Königinnen und Könige spätestens seit dem 14. Jahrhundert, damals allerdings noch ohne Geldgaben. Wohl im 17. Jahrhundert begannen sie dann, während des Maundyrituals Silberpennys an Arme zu verschenken. Die Königin oder der König beschenkte jeweils so viele Frauen und Männer, wie sie oder er alt war. Ausserdem entsprach auch die Summe der Pennys immer dem Lebensalter der Spendenden: Königin Elisabeth II. (seit 1952) z. B. beschenkte 1967 41 Frauen und ebenso viele Männer mit jeweils 41 Silberstücken. Solange es noch silberne Pennys gab – also bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts – benutzte man als Maundy Money einfache Kursmünzen. Doch seitdem die Pennys aus Bronze bestehen (dieses Stück stammt aus dem Jahre 1967 und ist damit ein solcher moderner Vertreter seiner Art) wird das Maundy Money extra zum Verschenken geprägt und gelangt nicht mehr in den Geldumlauf.

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