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Heiliges Römisches Reich, Fürstbistum Salzburg, Johann Ernst von Thun und Hohenstein , 1/4 Dukat 1700

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Heiliges Römisches Reich, Fürstbistum Salzburg, Johann Ernst von Thun und Hohenstein , 1/4 Dukat 1700 (obverse) Heiliges Römisches Reich, Fürstbistum Salzburg, Johann Ernst von Thun und Hohenstein , 1/4 Dukat 1700 (reverse)

Im 17. Jahrhundert verbreitete sich in Europa die Idee des Merkantilismus, eine Wirtschaftspolitik, welche ihren Ursprung in den chronischen Finanznöten der absolutistischen Staaten hatte. Verursacht wurde dieser Geldmangel vor allem durch eine allzu prunkvolle Hofhaltung, den Unterhalt eines stehenden Heeres und eine ständig wachsende Zahl von Beamten. Um die Staatseinkünfte zu steigern, sollte deshalb der Handel gefördert werden. Der Salzburger Erzbischof Johann Ernst von Thun und Hohenstein(1687-1709) war stark von den merkantilistischen Ideen seiner Zeit beeinflusst. Um den Holzreichtum des Erzbistums auszunützen, verfiel er auf die Idee, eine Salzburger Glasindustrie zu gründen. 1701 errichtete er eine Glashütte; als Startkapital stiftete der Erzbischof 1000 Dukaten. Die Manufaktur produzierte Fensterglas, Bier- und Weingläser sowie Rosenkranzperlen. Doch der Absatz der Erzeugnisse war schlecht. So schlecht, dass 1703 verboten werden musste, aus dem Ausland Glaswaren nach Salzburg einzuführen. Allerdings bleib die Glasfabrik Johann Ernsts Sorgenkind: Sie blühte erst nach 1732 auf, als sie an den damaligen Pächter verkauft wurde.

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