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Heiliges Römisches Reich, Stadt Lübeck, Gulden 1797

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Heiliges Römisches Reich, Stadt Lübeck, Gulden 1797 (obverse) Heiliges Römisches Reich, Stadt Lübeck, Gulden 1797 (reverse)

Das Geldwesen der Frühen Neuzeit war kompliziert. Viererorts gab es zwei parallele Währungen: eine Rechnungswährungzur Buchführung, die nicht ausgeprägt wurde, und eine tatsächlich umlaufende Währung zur Bezahlung. So wurde im Süden des Deutschen Reiches für die Buchführung in Talern gerechnet: 1 Rechnungstaler galt 90 Kreuzer. Bezahlt wurde hingegen in Gulden zu 60 Kreuzern. Im Norden wurde der Rechnungstaler zu 24 Groschen gerechnet, und ausgegeben wurden Speciestaler zu 105 Kreuzern. Die süddeutschen Gulden zu 60 Kreuzern galten also 2/3 des Rechnungstalers. Als beliebte Handelsmünzen wurden sie bald in die norddeutschen Münzsysteme integriert. Je nach Region, in der sie ausgegeben wurden, wurden diese Gulden als 2/3-Taler, 16 Gute Groschen, 24 Mariengroschen oder 32 lübische Schillinge ausgewiesen.

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